Mensch und Pflanze

Warum der Mensch sich von lebendigem Grün ange-zogen fühlt und es in seiner Umgebung wünscht, ist auch den Wissenschaftlern noch weitgehend ein Rätsel. Erst in den letzten Jahren haben einige Arbeits-gruppen damit begonnen, sich verstärkt diesem Thema zu widmen. Einige Forscher vermuten, dass unsere Liebe zu Pflanzen in unseren Genen steckt. Schließlich hat sich die Evolution des Menschen nahezu zwei Millionen Jahre im Grünen, also draußen, abgespielt. Pflanzen signalisierten den Frühmenschen damals: Hier findest du mit hoher Wahrscheinlichkeit Wasser, Nahrung und Schutz. Und das bedeutete eine erhöhte Überlebenschance. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass diese tiefe Verbundenheit zu Pflanzen auch im modernen Menschen, sozusagen als Überbleibsel aus seiner Entstehungsgeschichte, noch vorhanden ist.
Ohne Pflanzen gäbe es auf unserem Planeten kein Leben. Erst ihre Gegenwart und die Fähigkeit, aus lebensfeindlichem Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnen-licht und Wasser Energie und nebenbei noch Sauerstoff zu liefern, hat unsere Existenz möglich gemacht. Da sich ein Großteil des Lebens in geschlos-senen Räumen abspielt, hat sich das Bedürfnis ent-wickelt, das gesamte Umfeld mit Pflanzen zu ver-schönern. Neben diesem dekorativen Effekt dienen die Pflanzen nachweislich als Luftverbesserer und Schad-stoff-Filter und sorgen damit für eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden und die Produktivität.


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