Schlechte Luft im Büro macht krankPflanzen retten das Klima

In einigen Städten unseres Landes herrscht “dicke Luft“. Feinstaub und CO2 belasten das städtische Klima, so dass viele Büromitarbeiter, die in ihrer Mittagspause für ein paar Minuten an die “frische Luft“ gehen, alles andere als gesunde Luft aufnehmen. Auch das Lüften der Büros bringt in dieser Umgebung nicht gerade viel. Dabei wäre es sehr wichtig, frische und gesunde Luft ins Büro lassen zu können, denn dort ist es um die Qualität der Raumluft auch nicht gut bestellt.

Viele Schadstoffquellen
“Eine möglichst unbelastete und klimatisch behagliche Innenraumluft hat für das Wohlbefinden und die Gesundheit eine entscheidende Bedeutung“, stellte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in seiner Information zur Innenraumluft im Juni 2009 fest. Tatsächlich aber stecken viele Büros voller Quellen, die Schadstoffemissionen an die Raumluft abgeben. Dazu gehören Bauprodukte, wie Tapeten oder auch Teppichböden, sowie Möbel und andere Einrichtungsgegenstände und nicht zu vergessen die zahlreiche Büroelektronik. Besonders Kopierer und Drucker leisten einen großen Beitrag zur schlechten Luftqualität. Im Auftrag des  BMU hat das Bundesinstitut für Risikobewertung den Zusammenhang zwischen Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern und den Gesundheitsbeeinträchtigungen beziehungsweise Gesundheitsschäden von Büromitarbeitern untersucht. Die Betroffenen klagen zumeist über Reizungen der Augen sowie im Nasen- und Rachenbereich. Früher hielt man die chemische Tonerflüssigkeit für den Auslöser, aber heute ist bekannt, dass beim Drucken und Kopieren leicht-, mittel- und schwerflüchtige Verbindungen sowie Staubpartikel emittiert werden. Selbst aus dem zum Druck verwendeten Papier können Partikel freigesetzt werden. Diese und andere flüchtige organische Verbindungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern können zu ernsthaften Gesundheitsschädigungen führen. Oft  äußert sich das bei den  Betroffenen als sogenanntes Sick Building Syndrom (“gebäudebezogenes Krankheitsbild“), das heißt, die Mitarbeiter klagen über diese Symptome nur solange sie sich in dem betroffenen Gebäude befinden.

Naheliegende Lösung
Gerade in Räumen, in denen mehrere Menschen arbeiten, greifen einige zur “Luftverbesserung“ mittels chemischer Düfte. Diese vermeintlichen “Lufterfrischer“ sollen hygienische Bedingungen suggerieren und unangenehme Gerüche übertünchen. Die ständige Präsenz chemischer Duftstoffe löst aber keineswegs das Problem, sondern trägt nur noch zu dessen Verstärkung bei. Kopfschmerzen und Allergien sowie Reizungen der Augen und Atemwege sind die Folge. Die gesunde Lösung für das Problem mit der schlechten Raumluft ist nicht nur sehr naheliegend, weil absolut natürlich, sondern sieht auch noch attraktiv: echte Grünpflanzen!

Vielseitiger Luftreiniger
Zahlreiche internationale Studien haben nachgewiesen, dass Zimmerpflanzen in vielerlei Hinsicht positive Wirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen haben. Neben vielen psychischen Aspekten, zeigen Pflanzen ihre positiven Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Sie filtern Schadstoffe aus der Raumluft, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und reduzieren Lärm. Grundsätzlich sind diese Effekte mit jeder Zimmerpflanze zu erzielen, allerdings gibt es in den Wirkungsweisen Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen. Manche sind wahre Schadstoffkiller, während andere sehr gut geeignet sind, den Lärmpegel im Büro zu reduzieren und wieder andere Pflanzen sorgen durch die Feuchtigkeitsverdunstung für ein angenehmes Raumklima. Die Wirkung der Pflanzen ist in der Regel abhängig von ihrer Größe und von ihrer Blattoberfläche. Der Fachhandel berät gern, damit die richtige Pflanze am richtigen Ort steht. In den Niederlanden werden die Wirkungsweisen von Pflanzen durch das “staatliche Gesundheitsinstitut“ und das “Institut für Lebensqualität und praktische Untersuchung von Pflanzen und Umwelt“ untersucht. Jedes Jahr küren die beiden Institute auf der Grundlage ihrer Untersuchungen eine sogenannte Büropflanze des Jahres. In diesem Jahr wurde der Titel an die Betelnusspalme (Areca) vergeben. Neben ihrer stark luftreinigenden Eigenschaft wertete die Jury ebenfalls positiv, dass diese Palme in verschiedenen Größen im Handel erhältlich ist. Daher kann sie an vielen Stellen im Büro platziert werden. Darüber hinaus passt die Pflanze sehr gut in klassisch eingerichtete Büros, aber auch in modernen Designer-Büros wirkt sie durchaus dekorativ.  Die Betelnusspalme ist eine relativ anspruchslose Pflanze: regelmäßig gießen und gelegentlich etwas düngen reicht aus, um für Jahre einen natürlichen Luftreiniger im Büro zu haben.



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