| Fördern Pflanzen im Büro die Gesundheit ?
Pflanzen im Büro sind für den Menschen nützlich. Sie schaffen eine individuelle Arbeitsumgebung und bringen Farbe in den Raum. Dabei sorgen sie für Wohlgefühl und eine lebendige Atmosphäre. Sie fördern eine positive Stimmung und helfen bei der Stressbewältigung. So tragen Ficus, Banane und Co. auch zur Verbesserung des Raumklimas bei. Tatsache: In begrünten Büros wird seltener über Kopfschmerzen, Nervosität, Herz-Kreislauf-Symptome sowie Erkäl-tungen geklagt. Warum das so ist und wie Sie die Vorteile eines begrünten Büros nutzen können, möchten wir Ihnen nachfolgend vorstellen. Pflanzen regulieren das Klima. Sie beeinflussen die Luftfeuchtigkeit
und verbessern die Luftqualität, indem sie Kohlendioxid aufnehmen
und Sauerstoff abgeben sowie Staub und Schadstoffe binden. Mit Grünpflanzen, die einen hohen Wasserbedarf haben, z.B. Nest-Farn,
Banane, Zimmerlinde und auch Zypergras, lässt sich die Luftfeuchtigkeit
auf natürliche Art erhöhen. Die Feuchtigkeit der Luft soll auch
nicht über 60% bis 65% ansteigen, da sie die Schimmel-bildung unter
bestimmten Bedingungen fördern kann.
Eine zusätzliche biologische Luftreinigung durch Pflanzen wurde experimentell auf zwei Wegen nachgewiesen: a) Die Pflanzen nehmen bestimmte Schadstoffe durch die Spaltöffnungen ihrer Blätter auf und sammeln, verstoffwechseln und veratmen sie. Dies wurde, z.B. für Formaldehyd, wissenschaftlich nachgewiesen. b) Die Luftschadstoffe gelangen in den Boden, konkret in ein Hydrokultursubstrat mit hohem Aktivkohleanteil. Danach erfolgt entweder eine direkte Aufnahme der Luftschadstoffe in die Wurzel mit nachfolgendem Transport und Abbau bzw. Deposition in der Pflanze oder die Verstoffwechselung durch Bodenbakterien, denen die ausgefilterten Schadstoffe als Nahrungs-grundlage dienen. Wegen der normalerweise geringen Schadstoffmengen in den Innenräumen ist eine Zusatzernährung der schadstoffabbauenden Bakterien notwendig. Langzeitversuche haben ergeben, dass angeimpfte Bakterien auch ohne kontinuierliche Formaldehyd- oder Nikotinzufuhr monatelang überleben und bei Schadstoffzugabe sofort "anspringen". Die pflanzlichen Abbauraten betragen allerdings durchweg nur etwa 1% der bakteriellen Abbauraten. Das Entgiftungspotential der Pflanzen ist eher bescheiden, so dass die Räume sehr üppig mit Pflanzen ausgestattet sein müssen, um den Effekt zu nutzen. In der Regel stellt eine Schadstoffkonzentration in den Büros aber keine gesundheitliche Gefährdung dar. Damit die Innenraumbegrünung ihre wichtige Funktion als wesentliches Wohlfühlelement erfüllen kann, bedarf es nicht nur der richtigen Pflanzenwahl und -gestaltung, sondern selbstverständlich auch der richtigen Pflege. Die praktische Durchführung (gute Lichtverhältnisse, Düngung der Pflanzen ohne Schädlingsbefall, keine überfluteten Wurzeln in Hydrokulturgefäßen, die zu Fäulnis führen) ist nicht immer problemlos. Zusammenfassend: Für das allgemeine Wohlbefinden des Menschen ist der Einfluss der Pflanzen auf die Luftqualität nachweisbar. Im Vordergrund steht aber ihre günstige psychologische Wirkung auf unsere Wahrnehmung und unser Denken. Verfasst von: Dr. Leona Rogler Seite drucken Fenster schliessen |