| Selbstverwaltete Schule unter Palmen
Pflanzen gehören zum Konzept der Freien Waldorfschule im Kölner Vorort Chorweiler. Dies wird dem Besucher bereits klar, öffnet er die Tür zur großen Halle, der so genannten Oase. Sie bildet das Herz der Schule. Unter einem schirmartigen Glasdach, das von einem aus Holz gefertigten, stilisierten Baum getragen wird, richtet sich der Blick unmittelbar auf zahlreiche große Pflanzen, die zentral positioniert die Halle mit Leben füllen. Die Auswahl der Pflanzen, so der Geschäftsführer der Schule, Dieter Horn, war durch äußerliche Faktoren vorgegeben: Das ganze Jahr über herrschen in der "Oase" Temper-aturen um die 20° Celsius, sodass tropische Pflanzen die ideale Besetzung sind; sie kommen mit dem gleichbleibenden Klima bestens zurecht. Ort der Erholung In der Freien Waldorfschule ist das Fach Gartenbau fester Bestandteil
des Fächerkanons. Die Schüler arbeiten im Schulgarten, pflanzen
und pflegen Ge-wächse, schneiden Gehölze oder topfen um. Einige
von ihnen waren auch im Rahmen des Unterrichts an der Entstehung der "Oase"
beteiligt. In der Freien Waldorfschule wird großer Wert darauf gelegt,
dass die Schüler eine tiefere Beziehung zur Pflanzenwelt entwickeln
können. Dies sei mit ein Grund dafür, so Horn, dass die Schüler
die wertvollen Pflanzen in der "Oase" sehr pfleglich behandeln.
Obwohl die Schüler in der Regel auf Pfaden zwischen den Pflanzen
herum-laufen können, zertreten sie keine Pflanzen oder fügen
ihnen Schaden zu. Auch finden sich keine Abfälle im Bach, die etwa
achtlos weggeworfen wären. Die Schüler äußern sich
begeistert über die grüne Lunge in ihrer Schule. Sie sind stolz
auf die "Oase" und ihre Schule, loben die schöne Atmosphäre
und möchten keinesfalls auf sie verzichten. Seite drucken Fenster schliessen |